Zum Hauptinhalt springen

[/risk-info]

Risikoinformationen

Verstehen Sie Expositionsfaktoren und Vorbeugung. Nur zur Aufklärung — keine medizinische Beratung.

⚠ Nur zur Aufklärung — keine medizinische Beratung

[01] Risikostufen

Was als geringes vs. höheres Risiko zählt

Das Hantavirus-Risiko ist stark kontextabhängig. Die meisten Alltagssituationen tragen ein geringes Risiko; Nagetierkontakt und bestimmte Berufe erhöhen es.

[▢] Geringes Risikokeine besondere Maßnahme
  • Öffentlicher Verkehr, urbane Umgebungen
  • Bürotätigkeit, Handel, Gesundheitswesen (ohne Nagetierkontakt)
  • Moderne, gut gewartete Wohnungen
  • Standardtourismus in Städten
[▣] Höheres RisikoPSA empfohlen
  • Reinigung lange leerstehender Hütte oder Schuppen
  • Land- und forstwirtschaftliche Arbeit
  • Expeditionsreisen in Endemiegebiete
  • Beruflicher Nagetierkontakt

[02] Wie Exposition entsteht

Der Expositionspfad

Übertragungsweg des Hantavirus

NAGETIERWirtsreservoirAUSSCHEIDUNGENUrin · Kot · SpeichelAEROSOLgetrocknete Partikel in der LuftMENSCHInhalation → Infektion
// Quelle: CDC, WHO. Mensch-zu-Mensch-Übertragung nur beim Andes-Virus dokumentiert.

[03] Expositionsfaktoren

Drei Kategorien zu berücksichtigen

Die folgenden Faktoren sind in CDC- und ECDC-Empfehlungen dokumentiert. Sie sind Bildungsindikatoren, keine persönliche Diagnose.

Dokumentierte Expositionsfaktoren (CDC / ECDC)

A

Geographisch

  • Argentinien · Chile (Andes-Virus)
  • Südwesten der USA (Sin Nombre)
  • Nord- und Osteuropa (Puumala · Dobrava)
  • Ostasien (Hantaan · Seoul)
  • Aktuelle Expeditions- oder Wildnisreisen
B

Beruflich

  • Forstwirtschaft · Landwirtschaft · Schädlingsbekämpfung
  • Archäologie · Feldforschung
  • Militärische Einsätze
  • Laborarbeit mit Nagetieren
  • Renovierung leerstehender Gebäude
C

Umweltbezogen

  • Nagetierkot oder -nester zu Hause
  • Reinigung lange leerstehender Hütten, Schuppen oder Dachböden
  • Aufwirbeln von Staub ohne Belüftung
  • Übernachtung in nagetier-befallenen Hütten
  • Umgang mit Nagetier-Nahrungsquellen

[04] Vorbeugung

Sechs Vorbeugungsmaßnahmen

Die wirksamste Vorbeugung ist die Reduktion des Nagetierkontakts. Hantaviren werden im Alltag nicht zwischen Menschen übertragen.

Sechs Vorbeugungsmaßnahmen

  • Eingänge versiegeln

    Lücken > 6 mm in Wänden, Türen, Dächern und Versorgungsleitungen schließen.

  • Nagersichere Lagerung

    Lebensmittel, Tierfutter und Müll in dichten Behältern lagern.

  • Fallen statt Gift

    Schlagfallen reduzieren Verbreitung. Handschuhe beim Umgang tragen.

  • Vor Reinigung lüften

    Raum mindestens 30 Minuten lang öffnen, bevor man eintritt.

  • Befeuchten, nicht fegen

    Kot mit 1:10-Bleichlösung besprühen. Nie trocken fegen.

  • N95/FFP2 + Handschuhe

    Atemschutz, Nitrilhandschuhe und Augenschutz beim Reinigen tragen.

// Quelle: CDC-Reinigungs- und Vorbeugungsleitfaden.

[05] Bei Exposition

Was als Nächstes zu tun ist

Bei möglicher Exposition

  1. 01

    Exposition notieren

    Datum, Ort und Umstände des vermuteten Kontakts festhalten.

  2. 02

    Symptome beobachten

    1 bis 8 Wochen nach Exposition: Fieber, starke Muskelschmerzen, Kopfschmerz, Husten, Atemnot.

  3. 03

    Vorab anrufen

    Erst telefonisch beim Arzt melden, vermutete Exposition erwähnen, Anweisungen folgen.

  4. 04

    Notfall bei Atemnot

    Schwere Atemnot, Brustschmerz oder niedriger Sauerstoff → sofort in die Notaufnahme.

[06] Ressourcen

Autoritative Quellen

Ausbruchsbenachrichtigungen

Ausbruchsbenachrichtigungen

Wir senden eine E-Mail, wenn die WHO neue Zahlen veröffentlicht. Kein Spam.

// Ich willige ein, Aktualisierungs-E-Mails zu erhalten. Abmeldung jederzeit möglich.

Risikoinformationen · Hantavirus Live